Hochschule für Technik Rapperswil HSR (FH Ostschweiz), Abteilung Informatik

Studienarbeit Sommersemester 2004

Grafikviewer mit dem Ultra Light Client-Framework von Canoo

Betreuer:

Prof. S.F. Keller, HSR

Partner (Firma oder Verwaltung), externer Betreuter:

Canoo AG, Basel

Einführung

Die meisten heutigen Webanwendungen sind Server-lastig und gehen von einem 'dünnen' Client aus (Web-Browser). Die damit verbundene Formular-orientierte Interaktion ist vom Prinzip her beschränkt: Die Benutzer werden sehr bald interaktivere Anwendungen fordern! Dies wird aber zu immer 'dickeren' und komplexeren Clients führen, was wiederum die Installation und Wartung der Software erschweren wird - eine Herausforderung, die gute Softwareentwicklungs-Kenntnisse voraussetzt.

Um aus diesem Dilemma herauszukommen, bietet das 'Ultra Light Client'-Framework von Canoo eine zukunftsweisende Lösung an: Es erlaubt eine Server-seitige Entwicklung von Java-Applikationen gemäss der J2EE-Architektur (Servlets), bei dem sich die Programmierer nicht um die Verteilung und Optimierung der Clients kümmern müssen: Data Caching, Lazy Widget Loading und Deploying wird fast umsonst geliefert. Kommt dazu, dass es wirtschaftlicher ist, in Java pur zu programmieren, als einen 'Zoo' von Technologien, wie HTML, JavaScript, ASP oder JSP zu warten.

Das Framework umfasst u.a. eine generische Präsentations-Engine (Java Web Start oder Applet), welche keine applikations-spezifische Logik enthält - daher der Name 'Ultra Light Client' (ULC). ULC wurde von denselben Entwicklern konzipiert, die schon Design Patterns, JHotDraw (vgl. andere Studienarbeit) und Eclipse (!) realisiert haben. ULC wird seit einiger Zeit bei einer Schweizer Grossbank erfolgreich eingesetzt.

Ziel der Arbeit ist es,

  1. einen Grafikviewer zu realisieren (mit typischen Funktionen wie Zoom, Pan, Info und Distanzmessung) und dabei
  2. Erfahrungen mit dem 'Ultra Light Client'-Framework zu sammeln (Technologiestudie).

Als Server dient ein sogenannter 'Webmapping Server', der über ein standardisiertes Protokoll ein in HTML eingebettes Rasterbild liefert. Dieses Rasterbild wird direkt aus einer Datenbank generiert (Flatfiles und PostgreSQL).

Aufgabenstellung und erwartete Resultate

Die Hauptaufgabe ist die Realisierung eines Grafikviewers entweder als Redesign eines bestehenden Clients ('Rose Applet') oder aber von Grund auf als Eigenentwicklung. Je nach Bedarf können weitere Funktionen realisiert werden, wie z.B. Redlining (Symbole, Linien und halbtransparente Flächen über das Rasterbild zeichnen), Mehrsprachigkeit, usw. Der Server wird zur Verfügung gestellt (UMN MapServer). Testdaten sind vorhanden, müssen aber noch etwas aufbereitet werden. Diese Aufgabe bietet daher genügend Raum für eigene Software-Entwicklungserfahrungen und kreative Ideen.

Erwartete Resultate:

Die Dokumentation und die Projektrealisierung erfolgt gemäss den Richtlinien und Informationen über Studienarbeiten (vgl. "Organisatorisches und Administratives zu Studien-/Diplomarbeiten" auf www.i.hsr.ch/waco2 und ita.hsr.ch) sowie den Angaben des betreuenden Dozenten (www.integis.ch).

Randbedingungen und Infrastruktur

Quellenangaben

Weitere Literatur und Material gemäss Absprache mit dem betreuenden Dozenten.

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Letzte Änderung: 31. Januar 2004