HSR Hochschule für Technik Rapperswil (FH Ostschweiz), Abteilung Informatik

Studienarbeit WS 2003/04

Open IXML Data Base Connectivity

Betreuer HSR: Prof. S.F. Keller, Abteilung Informatik
Industriepartner/externer Betreuer: Herr M. Germann, infoGrips Gmbh Info.-Systeme, Zürich

Einführung

Die Verknüpfung und 'lose Kopplung' von Systemen muss nicht immer über Applikationsserver oder Webservices geschehen: man kann unterschiedliche Systeme auch über offen dokumentierte Datenbank-Strukturen integrieren. Die weit verbreiteten Applikationsschnittstellen ODBC und JDBC erlauben dazu die freie Wahl der Datenbanken. Aber was hilft ein gemeinsamer Datenbankzugriff, wenn man sich nicht einigt, wie komplexe Datentypen abgelegt werden und überhaupt, wenn wir in unseren objektorientierten Programmen Objekte verwalten wollen und nicht relationale Tabellen?

Was noch fehlt - und was den ersten Teil dieser Arbeit bestimmt - ist eine Spezifikation, in der festgelegt wird, wie objektorientierte Daten in einer Datenbank verwaltet werden sollen. Dies würde von verschiedenen Applikationen aus den Zugriff auf gemeinsam genutzte Daten erlauben, die in beliebigen Datenbanken gespeichert sein können.

Die grösste IT-Vereinigung, OMG, löst das Problem, indem sie von einem gemeinsamen objektorientierten Domain-Datenmodell beschrieben in der grafischen UML-Notation ausgeht (modell-getriebene Architektur). Dazu gibt es eine offizielle Norm, INTERLIS, welche dieses UML mit einer textuellen Notation, mit Datenypen und einer XML-Codierung ergänzt (IXML). Neu gibt es auch Regeln, wie objektorientierte in relationale Datenstrukturen abgebildet werden sollen, das sog. Object-to-Relational Mapping (siehe O/R-Mapping). Besondere Beachtung wird dabei geometrischen Datentypen wie Linien oder Flächen zukommen, welche am Besten komprimiert gespeichert werden.

Die so entworfene Schnittstelle soll anschliessend mit entsprechenden Java-Tools getestet werden (zweiter Teil der Arbeit). Diese Spezifikation wäre ein interessanter Beitrag zur im Aufbau befindlichen Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI); daher ist eine breitere Veröffentlichung denkbar. Die hier verwendeten Prinzipien sind allgemein einsetzbar und auch auf andere IT-Bereiche übertragbar.

Aufgabenstellung und erwartete Resultate

Teil 1 (Spezifikation): Dokumentierte Abbildung von Datentypen in eine Datenbank (O/R-Mapping). Dabei sollen Varianten studiert, allenfalls bestehende Lösungen berücksichtigt (namentlich OGC's Simple Features for SQL) und allfällige Unterschiede dazu aufgezeigt werden.

Teil 2 (Realisierung):

Einige Java-Tools für den Schema-Import (XML Schema, INTERLIS) und den XML-Import und die infoGrips-Tools sind vorhanden. Weiterere Funktionalitäten werden während dem Projekt gemeinsam festgelegt, z.B. automatisierte Konformitäts-Tests, Visualisierung mit einem Web Server (Open Source UMN MapServer), etc.. 

Erwartete Resultate:

Ein erster XML-Testdatensatz wird zur Verfügung gestellt. Die Dokumentation und die Projektrealisierung erfolgt gemäss den Richtlinien und Informationen über Studienarbeiten (vgl. "Organisatorisches und Administratives zu Studien-/Diplomarbeiten" auf ita.hsr.ch) und den Angaben des betreuenden Dozenten (vgl. dazu www.integis.ch).

Randbedingungen und Infrastruktur

Weitere organisatorische Informationen auf www.i.hsr.ch (Waco2).

Quellenangaben

Weitere Literatur und Material gemäss Absprache mit dem betreuenden Dozenten.


Letzte Änderung: 07. September 2003